15. August 2020

Die pure Freude

Es ist noch gar nicht so lange her, da galten Läufer als Freaks – und Läuferinnen durften Strecken jenseits der 800 Meter offiziell gar nicht bewältigen. Doch es gab viele Persönlichkeiten, die sich das nicht länger bieten lassen wollten. Kathrin Switzer heißt die bekannteste – die erste Frau, die 1967 den Boston-Marathon lief. Getarnt als K. Switzer, geschützt von ihrem Freund und ihrem Trainer.  „Free to Run“ – ein sensationeller Film widmet sich nicht nur ihren Verdiensten um den Laufsport, so, wie wir ihn heute kennen.

Okay, der Film ist schon ein paar Jährchen alt, ist zurzeit aber in der Mediathek von 3sat zu bewundern. Und ich kann nur sagen, schreiben, brüllen: Wenn ihr das Laufen auch nur ansatzweise liebt, guckt euch diesen Film an. „Werft eure Uhren weg und schaut euch die Sterne an“, sagt da ein Pionier. Ein anderer wird, mit fast 80, bei seiner täglichen Runde durch den Wald und bei Gesprächen mit Gleichgesinnten bei einem Fläschchen Bier gezeigt. Einfach nur erfüllend.

Wie Fred Lebow, schon gezeichnet von Krebs, „“seinen“ New-York-Marathon zum ersten und einzigen Mal nicht nur organisiert, sondern selbst läuft, treibt einen die Tränen auf die Wange. Ebenso das Schicksal von US-Lauflegende Steve Prefontaine, der schon mit 24 Jahren tödlich verunglückte.

Aber viele andere Zeuginnen und Zeugen dieser Zeit sind heute weit über 70. Und alle haben sich hervorragend gehalten, wirken fit, wirken wach und lebenshungrig. Einfach nur tolle Vorbilder.

 

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