7. Juli 2020

Atemnot in Amersfoort

Die Niederlande bestehen nicht nur aus Amsterdam und der Nordseeküste. Manche Perle findet sich auch in der Provinz – zum Beispiel Amersfoort. In diesem schnuckeligen Städtchen lässt es sich auch wunderbar laufen.

Amersfoorts alte Stadtmauer ist an einigen Stellen erhalten geblieben, bekannt ist vor allem das Koppelpoort. Leider nur ist diese Runde etwas zu kurz (ca. 3 km) und führt auch nicht vollständig um die Innenstadt.

Aber angeblich soll es im Westen Richtung Zoo tolle Laufgebiete geben. Ich irre also ein bisschen an den Grachten vorbei, verirre mich kurz am Bahnhof. Und plötzlich bin ich mitten im Grünen.

MooI! Ein paar einheimische Hardloper kommen mir entgegen, alle grüßen. Vielleicht, weil mir die Mimikry mit meinem Finisher-Shirt vom Rotterdam-Marathon so gut gelungen ist? Die Gegend ist jedenfalls sehenswert und abwechslungsreich, bietet sogar ein paar Höhenmeter.

Hupps, und schon lese ich das Ortsschild Soest. Nicht das in Westfalen. Dieses Soest spricht man in etwa Zuzt aus. Höchste Zeit für mich, den Rückweg anzutreten. Eigentlich wollte ich noch am Monument der Belgier vorbei. Das finde ich zwar nicht, dafür bewundere ich noch eine traumhafte rote Ente, die nur 4500 Euro kosten soll.

Ich kann widerstehen, zumal ich mein Kleingeld nicht dabeihabe. Der Rückweg zieht sich. Ich spüre das Mondriaanhaus in meinen Füßen und das lekker Brodje in meinem Bauch.

10 bis 12 km hatte ich mir vorgenommen, 17 sind es geworden. Egal. So eine hübsche Stadt wie Amersfoort ist jeden Schritt wert. Abgesehen von denen am Bahnhof.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.