Da krieg’ ich doch die Krätze

schoko

Nie wieder Nutella und Hanuta. Nie wieder Erdnusschips. Nie wieder Pizza mit Meeresfrüchten und erst recht nie wieder ein Krabbenbrötchen. Nie wieder eine Kiwi, nicht einmal in Form von Marmelade. Neben Personalausweis und Führerschein steckt jetzt mein Allergie-Pass, der immerhin nicht ganz so viele Einträge aufweist wie das Berliner Telefonbuch. Aber es sind ja grundsätzlich die leckeren Dinge, die ich nicht mehr essen darf. Warum kann ich keine Allergie gegen Königsberger Klopse haben?

Meine Ärztin konnte jedenfalls ihre Begeisterung kaum verbergen, als sie mir gestern die Testergebnisse präsentierte: “Na, bei Ihnen haben wir ja eine Menge gefunden.” Wie oft hat sie mich dann gefragt: “Sie haben wirklich gar nichts gemerkt, wenn Sie Nüsse gegessen haben? Kein pelziges Gefühl im Mund, keine geschwollenen Lippen, keine Atemnot?” Nö, damit konnte ich einfach nicht dienen. Wie sie mir aber erklärte, können Lebensmittelallergien auch auf ganz andere Weise nerven. Durch Schnupfen und rote Augen (kenn’ ich), durch gereizte Haut (kenn’ ich auch) und durch allerlei an sonstigen Entzündungen.

Und nun wird’s auch für mein Läufer-Ich interessant, denn in den vergangenen Monaten haben mich doch einige Entzündungsherde in Trab gehalten. Vor allem die Zahnwurzeln, aber auch diverse Muskeln und Sehnen meckerten immer mal wieder herum. Im Fuß, in der Wade, im Oberschenkel – überall da, wo es einem Läufer halt richtig weh tut. Einige Rennen habe ich deshalb richtig in den Sand gesetzt. Alles Folgen von Nutella und Co.?

Meine Recherchen bei Dr. Google brachten mich nur bedingt weiter. Unzählige Tipps finden sich im Netz zum Thema Laufen und Heuschnupfen. Aber Lebensmittelallergien? Auf Joggen online fand ich ein paar Worte zu Ursachen und Symptomen, aber auch das Fazit:

  • Einer Lebensmittelallergie kann man nicht vorbeugen.
  • Eine Lebensmittelallergie kann nicht therapiert werden.
  • Bei einer bekannten Allergie auf bestimmte Nahrungsmittel sollten diese gemieden werden, um allergische Reaktionen zu vermeiden.

Schöne Aussichten. Um Entzündungen vorzubeugen, las ich gerade erst in laufen.de, empfiehlt der Ernährungs-Experte Dr. Wolfgang Feil zum Beispiel, Mastfleisch wie Schwein, Huhn oder Pute aus konventioneller Haltung zu vermeiden. Doch auch Soja-Produkte sind in dieser Hinsicht nicht unbedingt empfehlenswert. Da ich offenbar zu allem Überfluss empfindlich auf Geschmacksverstärker, Farbstoffe und ähnliche Zusatzstoffe reagiere, darf ich um Fertiggerichte, aber zum Beispiel auch Kuchen und Kekse aus industrieller Herstellung künftig auch einen großen Bogen machen. (Okay, die letzte Tiefkühlpizza habe ich mir wohl als Student gegönnt…)

Wie auch immer, ich werde mich so oder so dran gewöhnen müssen, nicht einfach wie bisher das zu futtern, worauf ich gerade Lust habe. Etwas mehr Disziplin wird mir gut tun. Und vielleicht sogar meinem Laufen.

Beitragsfoto: flickr

1 Kommentar

  1. Frau Mohr

    Ach, das ist ja Driss! Eine Nuss-Allergie wäre für mich auch ganz schön bitter!
    Aber wer weiß, was kommt – die Medizin weiß auch nicht alles 100%ig sicher und jeder Körper ist anders…
    Auf jeden Fall drücke ich dir feste die Daumen, dass du viele leckere Sachen findest, die dir genauso gut schmeckent und dich nicht kratzig machen ;)

    Antworten

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