gellersen

So viele Geschichten

Seit gut vier Jahren betreibe ich die läuferische Nabelschau an dieser Stelle, analysiere meine kleinen Erfolge und großen Einbrüche in der zarten Hoffnung, dass sich irgendjemand für diese Ergüsse interessieren könnte. Was soll ich aber machen, wenn es von meiner Seite aus absolut nichts zu berichten gibt, wenn ich also einfach nur ohne Ehrgeiz und ohne…

adendirf

10 + 30 mit dem Spiralschneider

Kennt ihr diese Spiralschneider? Seitdem ich so ein wundervolles Gerät zu Hause habe und tonnenweise Zucchini, Süßkartoffeln oder Karotten zu hübschen Spiralen verhackstücke, kann ich sogar meinen Jungs halbwegs regelmäßig Gemüse unterschieben. Wenn das Grünzeug (bzw. Orangezeug oder Rotzeug) einfach nur in Scheiben geschnitten oder gewürfelt ist, dann wird es fein säuberlich rausgepult. Genauso geht…

tiergarten

Das Tier in mir

Als ich einer Nicht-Lüneburgerin einmal vom Tiergartenlauf erzählte, kam sie aus dem Staunen gar nicht heraus und musste dann lachen: “Was, ihr lauft durch einen Zoo?” Nein, das tun wir nicht. Wir laufen einfach nur durch das bei Joggern sehr populäre Waldgebiet namens Tiergarten, in dem ich an ruhigen Tagen ab und zu mal schon…

hohn

Teufelchen schlägt Teufelchen

Wenn ich laufe, dann nehme ich auf meinen Schultern oft zwei kleine Gesellen mit, die mir etwas einflüstern wollen. Engelchen und Teufelchen? Nein, zwei Teufel. Rechts sitzt der Ehrgeiz, der mir gern auch mal in den Nacken springen will, der mich antreibt: “Hol dir den Kerl vor dir. Schnapp dir die Bestzeit.” Links aber sitzt…

thomas

Ich fühl’ mich so Endmoräne

Ein Zehner sollte für einen erfahrenen Laufcrack doch das einfachste Ding der Welt sein. Ich bin auch gut neun Jahre nach meinem ersten Zehner immer noch ein blutiger Anfänger auf dieser Distanz, wie ich jetzt wieder beim in Thomasburg leidvoll erfahren musste. Was eine Endmoräne ist, habe ich irgendwann im Erdkunde-Unterricht vielleicht erfahren, doch schnell…

scharny

Müsste mal wieder auf die Waage

Mitte März – die große Sehnsucht nach dem Frühling. Mitte März – Termin für den Schiffshebewerk-Volkslauf in Scharnebeck, bei dem ich als Stammgast bisher nur drei Wetterlagen erlebt habe: kalt und trocken, kalt und nass, saukalt und glatt. Okay, manchmal ist es ein bisschen windig und manchmal so stürmisch, dass die Hälfte des Feldes in…

amely

Lange Gesichter auch in kurzen Hosen

Lang oder kurz? Diese Frage stellte sich mir vor dem Wintervolkslauf in Amelinghausen gleich zweimal. Der lange Halbmarathon oder doch die kurzen 11,2 Kilometerchen? Lange Klamotten bei lachender Sonne und knapp über null Grad oder doch ganz mutig Shirt und Short? Ich war nicht mutig und entschied mich für kurz (Distanz) und lang (Kleidung). Ein…

gellersen

Bericht statt Gedicht

Manchmal stürme ich bei einem Volkslauf einfach los und bekomme vor lauter Starren auf die Stoppuhr kaum mit, ob ich mich gerade durch die Fußgängerzone von Castrop-Rauxel oder ein idyllisches Waldstück bewege. Manchmal komme ich viel zu schnell in den roten Bereich, zähle nur noch die Kilometer bis zum Ziel und bekomme erst recht nicht…

adendorf

Gehen Sie weiter, hier gibt es nichts zu lesen

Kann ich nicht einfach mal Schuhe anziehen, starten, laufen, ins Ziel kommen, duschen, nach Hause fahren – und alles ist gut? Kann ich nicht einmal einfach nur an einem Volkslauf teilnehmen, ohne darüber im Anschluss Hunderttausende von Worten zu verlieren. Nein, ich kann es nicht. Denn irgendetwas ist immer, wenn sich irgendwo in der Pampa…

tiergartenlauf

Au, aus, Ausreden

Es gibt nicht für alles in unserem Leben eine Erklärung, sehr wohl aber eine passende Ausrede. Ein schöner Spruch, der leider nicht von mir stammt, sondern von einem österreichischen Dichter und Aphoristiker namens Ernst Ferstl. Ob der gute Mann einen Volkslauf bestritten hat, entzieht sich leider meiner Kenntnis. Dabei hat er den tieferen Sinn des…