11 Fragen, 11 Antworten

liebster

Kleine Blogs müssen zusammenhalten! Und deshalb finde ich die Idee vom Liebster Award so gut. Bloggerinnen und Blogger stellen anderen Bloggenden alle möglichen und unmöglichen Fragen, diese denken sich neue Fragen aus und nominieren wieder andere Leute. Ich fand die Fragen von Isabelle Dupuis höchst sympathisch – auch oder gerade weil sie nichts von Mitmenschen hält, die allen, “die danach fragen oder auch nicht, ihre sportlichen Leistungen unter die Nase reiben. Das interessiert doch keine Sau.” Meine elf Antworten sind fertig – meine elf Fragen leider noch nicht…

1. Eine Zombie-Apokalypse bricht aus: Was tust du, warum und wie schätzt du deine Überlebenschancen ein?

Als großer Skandinavien-Fan setze ich mich sofort Richtung Norden ab. Nord-Norwegen oder Island jenseits von Reykjavik wären vielleicht Alternativen, sind aber inzwischen mehr als nur Geheimtipps bei der Jack-Wolfskin-Fraktion. Also bevorzuge ich die Färöer. Dünn besiedelt, schlecht erreichbar, relativ unbekannt – bis die Zombies diese Inseln überhaupt auf dem Radar haben, wird sie Chuck Norris bereits erledigt haben. Und wenn das mit dem Überleben doch nicht klappt, dann habe ich wenigstens noch einmal ein schön exotisches Plätzchen auf dieser Erde gesehen.

2. Welches Endzeitszenario hältst du für wahrscheinlicher und warum: Ein Killervirus rafft die Mehrheit der Menschen dahin? Der dritte Weltkrieg findet statt, alle bewerfen sich mit Atom- und Wasserstoffbomben, die Welt wird unbewohnbar? Der Klimawandel und der menschliche Raubbau an der Umwelt fordern ihren Tribut? Wir werden von einem kolossalen Kometen zermalmt? Oder etwas vollkommen anderes?

Wenn dieser Rassist und Waffennarr mit der miesen Frisur tatsächlich der nächste US-Präsident werden sollte, dann befürchte ich, dass der 3. Weltkrieg noch in diesem Jahrzehnt ausbricht. Vielleicht bricht irgendwann die ganze Welt zusammen, weil es in der Google-Zentrale oder bei Apple einen Kurzschluss gibt? Ansonsten läuft es wohl auf die Variante Raubbau unweigerlich hinaus.

3. Hand aufs Herz: Was hältst du von der Todesstrafe?

Nichts, absolut nichts. Ein Staat darf sich nicht mit Mördern auf eine Stufe stellen.

4. Selbstjustiz: Unter gewissen Umständen verständlich? Oder grundsätzlich falsch?

Ich bin ein ganz altmodischer Fan des Rechtsstaats und einer unabhängigen Justiz. Also: grundsätzlich falsch, weil Selbstjustiz das Ende der Demokratie bedeuten würde.

5. Til Schweiger: Genialer Marketingstratege oder aufgeblasener Angeber?

Beides – wie man es auch von Unsympathen wie Dieter Bohlen kennt. Herr Schweiger ist kein Mensch, den ich länger als eine Minute ertrage, ob in einer Filmrolle oder im echten Leben.

6. Was ist für dich der schlechteste Film aller Zeiten und warum?

Der FIFA-Film “United Passions” – zugemüllt mit Pathos, Verlogenheit und abgrundtief schlechter Schauspielerei. Also genau der Film, der zur FIFA passt.

7. Du bemerkst einen Troll-Kommentar auf deinem Blog: Wie reagierst du?

Ignorieren und löschen. Wenn ich aber noch die Spur einer Hoffnung habe… (siehe Frage 8)

8. Jemand schreibt Blödsinn oder menschenverachtende Kackscheiße im Internet: Kannst du widerstehen oder pöbelst du dagegen?

Wenn ich noch die Spur einer Hoffnung habe, dass sich irgend jemand meine Worte vielleicht doch zu Herzen nehmen könnte, dann hole ich ganz tief Luft und bemühe mich, so sachlich und klar wie nur möglich zu kontern. Gepöbelt wird in diesem Land schon mehr als genug.

9. Welches Buch hat dich zuletzt so richtig gefesselt?

Treibsand, das letzte Buch von Henning Mankell. Nicht unbedingt große Literatur, aber eine sehr persönliche Bilanz über die Suche nach dem Sinn des Lebens.

10. Gibt es eine Eigenschaft, die dich an deinen Mitmenschen ganz besonders nervt? Welche?

Eine? Viele! Wer mich aber ganz besonders nervt, das ist Leute, die permanent anderen nach dem Mund reden, nur nicht anecken und immer beliebt sein wollen.

11. Wie lange betreibst du deinen Blog schon und was hat dich dazu bewogen, damit anzufangen?

2006 begann ich zu laufen und habe zunächst für den Webauftritt einer Zeitung Tagebuch über meine Fortschritte bis zu meinem ersten Marathon 2008 geführt. Das Schreiben hat mich definitiv motiviert, weiterzumachen – wenn man (theoretisch) der ganzen Welt von seinen Plänen erzählt, dann kann man nicht mehr kneifen. Nach einer längeren kreativen Pause bin ich Ende 2012 wieder richtig eingestiegen, allerdings auch mit neuen Schwerpunkten jenseits der klassischen Laufberichte. Die interessieren doch keine Sau, oder?

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