Neuneinhalb Wochen

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Andere Leute mögen in neuneinhalb Wochen tolle Dinge erleben – wie Kim Basinger mit Mickey Rourke. 9 1/2 Wochen, das Fifty Shades of Grey der Achtziger, zurecht nominiert für drei goldene Himbeeren. Ich hingegen möchte in 66 Tagen einfach nur den Bremen-Marathon finishen und sollte allmählich mal mit einem zielgerichteten Training beginnen. Bloß wie? Ich habe einfach mal tief in mein Archiv hineingegriffen…

 

Fridolin wirbt kräftig für den Bremen-Marathon. Ich bewunderte das Gefährt kürzlich in Berlin und Schwerin.

Fridolin wirbt kräftig für den Bremen-Marathon. Ich bewunderte das Gefährt kürzlich in Berlin und Schwerin.

Vor dreieinhalb Jahren hieß das Motto: Wir basteln uns eine Marathon-Bestzeit – und mein Do-it-yourself-Trainingsplan hat mich tatsächlich in Düsseldorf zu einem neue Hausrekord getragen, an die ich seitdem nicht mehr ansatzweise herangekommen bin. Das kann doch nicht nur an zunehmender Vergreisung liegen. Was liegt also näher, als den Plan von damals hervorzukramen?

Wegen der Kürze der Vorbereitung gönne ich mir diesmal nur zwei Wettkämpfe. Einen Zwölfer demnächst beim Inselparklauf in Wilhelmsburg und die 19 km beim Tiergartenlauf in Lüneburg drei Wochen vorm Marathon. Nicht ganz so lang wie der übliche Halbmarathon-Test, aber mindestens ebenso fies. Wahrscheinlich werde ich in diesem Jahr keinen einzigen amtlichen Zehner und keinen Halbmarathon laufen, aber es gibt wirklich Schlimmeres auf dieser Welt.

Fünf lange Läufe um 30 km möchte ich hinbekommen. Diese Drei-Stunden-Rennerei mit angezogener Handbremse liebe ich nicht wirklich. (Wer tut das schon?) Am ehesten sind sie mit meinen Leuten von den Düvelsbrook Dynamics auszuhalten, von denen einige auch zurzeit in die Marathon-Vorbereitung einsteigen. Was ich aber leider wirklich nur allein gut hinbekomme, sind die Tempoläufe in der Marathon-Pace. Da muss ich mich schon bei 4:50 bis 5:00 einpendeln – definitiv kein Tempo, bei dem ich mich gemütlich unterhalten kann. Und wenigstens ein paar Intervalle auf der Bahn will ich auch mal wieder hinbekommen. Aber keine knackigen 400er, nach denen ich kaum noch atmen kann; eher 800er bis 2000er.

In Bremen muss ich nicht schnell sein. Ich will schnell sein. Lässt sich diese Einstellung auch trainieren?

Ach ja, mein Trainingsplan sieht jetzt so aus: trainingsplan2016 – und wenn ich richtig gut laufe in Bremen, dann hole ich ihn in dreieinhalb Jahren vielleicht wieder raus.

Beitragsbild: swb-Marathon

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