Statt eines Jahresrückblicks

Es gibt viele Gründe. Und noch mehr Ausreden. 2018 ist wahrlich nicht mein Laufjahr gewesen. Deutlich weniger Trainingskilometer denn je, keine großen Wettkampfleistungen. Komplette Wochen, in denen mir Zeit und/oder Lust fehlten. Und womit habe ich das Jahr ausklingen lassen? Mit einer höchst mutigen Anmeldung für einen Marathon. Hoffentlich ist das kein rausgeschmissenes Geld…

Kilometer- und Zeitangaben will ich euch und mir ersparen. Es passierte 2018 in meinem Leben leider einfach einiges, das wichtiger war als das Laufen. Das Extremwetter, eine Wurzelbehandlung und ein Allergieschock taten ihr Übriges. Und auch an dieser Stelle war ich durchaus schon einmal fleißiger.

Zwei durchaus interessante Sportbücher warten seit Monaten auf meinem Nachtisch, um mal ihre verdiente Besprechung zu erhalten. Eben fand ich ein paar Fotos von einer herrlichen Laufrunde zwischen Saulheim und Nieder-Olm, der ich längst schon einen kleinen Bericht widmen wollte. Nun gibt’s an dieser Stelle halt nur die Bilder.

Wenigstens habe ich noch alle meine Starts in Berichten verarbeitet. Sechs Volksläufe vor Ort, den Roparun, meine Irrläufe bei der Heidestaffel, Göttingen und Traisa. Zu einem Marathon habe ich mich 2018 erst gar nicht angemeldet. Den letzten bin ich in Bremen vor fast exakt 27 Monaten gelaufen. Und so, das habe ich mir ganz fest vorgenommen, soll meine Marathon-Karriere nicht enden. Mit acht Kilometern Schmerzen, Krämpfen, Flüchen…

Ich habe es gerade vor ein paar Tagen bei Heidi Schmitt wieder gelesen. Der Crack läuft nicht in XY, er läuft einfach nur XY. Ich laufe also Mainz. Ein sehr sympathischer Lauf, denn man kann vor Ort noch entscheiden, ob man nun den ganzen oder nur den halben Marathon bewältigen will (kostet beides eh das Gleiche). Falls ich also in den kommenden Wochen weiter so faul anderweitig beschäftigt bin, habe ich hoffentlich wenigstens noch Luft für 21,1 Kilometer. Und falls ich am Veranstaltungstag selbst nach 20 Kilometern eine gewisse Müdigkeit spüre, dann kann ich einmal abbiegen und erspare mir weitere zwei Stunden Schinderei.

Aber das ist nun das Allerletzte, was ich mir für 2019 vorgenommen habe. Immerhin kann es nach den vergangenen zwölf Monaten fast nur noch bergauf gehen. Keep on running! Ein Satz, der heute wirkt wie ein Selbstgespräch.

 

 

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