Adios, Valencia

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Das Gesündeste an einem Marathon soll ja die Vorbereitung sein. Von daher lebe ich derzeit extrem gesund. Vier Tage vor meinem geplanten Start habe ich den Trip nach Valencia abgesagt. Schweren Herzens zwar, aber inzwischen mit voller Überzeugung. Schuld daran ist weder eine Verletzung noch eine Krankheit, sondern Ryanair.

Eher zähneknirschend habe ich Hamburg – Valencia und zurück bei der Billigfluglinie gebucht, weil es ansonsten einfach keine Direktflüge gibt. Und was passiert keine 24 Stunden vor der geplanten Abflugzeit? Ryanair teilt mir per SMS und ohne weitere Begründung mit, dass der Flug gestrichen wird. Einen Ersatzflug kann mir die Linie nicht anbieten. Alternative Verbindungen sind zigmal teurer und zudem mit langen Aufenthalten in Paris oder auf Mallorca verbunden.

Ein, zwei Stunden habe ich geflucht, dann das Formular angewählt, mit dem ich mir hoffentlich eine saftige Entschädigung sichern kann. Soll wohl ein Zeichen sein: Die Dame, die mich überhaupt erst auf die Valencia-Idee gebracht hat, musste die Reise schon vor ein paar Tagen absagen. Und ich selbst? Fühle ich mich nach den stressigen Wochen zuletzt wirklich fit und bereit für einen Marathon? Nach einigem Zögern lautete die Antwort: nein. Keine 20 Grad in Spanien, sondern Schmuddelwetter in Norddeutschland. Keine Ciutat de les Arts i les Ciències, sondern nur Volleyball und Eishockey gucken in heimatlichen Gefilden. Ach. 

Ein großes Laufjahr habe ich da hingelegt. Zwei Marathon-Läufe habe ich sausen lassen müssen, zudem die beiden größeren Vorbereitungsrennen, Kiel und den Teuto-Lauf. Schlappe fünfmal bin ich 2017 gegen die Uhr gelaufen, ein sechstes Mal kommt hoffentlich noch beim Adventslauf in Ratzeburg dazu. Aber gesund, das bin ich jetzt nach zwölf Wochen Marathon-Vorbereitung wirklich. Hoffentlich gesund genug, um in Ratzeburg antreten zu können.

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