Roparun: Zu Fuß nach Rotterdam

Wer hat Lust, über Pfingsten von Hamburg nach Rotterdam zu laufen? Keine Angst, er oder sie muss die Strecke nicht allein bewältigen, sondern in einem Achterteam, das sich die Distanz von gut 560 Kilometern teilt. Oder begleitet die Läufer auf dem Rad, als Masseur oder Fahrer. Und das alles nicht nur aus Spaß an der…

Hamburg verleiht Flügel

Januar 2016 – es war wirklich noch nicht mein Monat. Es schneit, es regnet, es ist glatt, es ist total matschig. Jeder halbwegs zu Ende gebrachte Zehner ist schon eine außerordentliche Leistung. Ich brauche unbedingt wieder Ziele! Zufälligerweise bin ich da auf meinen Bericht vom Hamburg-Marathon 2012 gestoßen, der bisher tatsächlich noch nicht online war.…

Zum Blättern und Träumen

Wozu gibt es eigentlich noch gedruckte Laufkalender, wo doch jede Dorfrunde mittlerweile auf hundert Volkslauf-Suchmaschinen im Internet erfasst ist? Vielleicht einfach für die haptische Wahrnehmung – auf Deutsch: Manche Leute wollen einfach gern in etwas blättern, von kleinen und großen Abenteuern im kommenden Jahr träumen. Einer dieser Traditionalisten bin ich – und deshalb habe ich…

Start Ziel Klischee

Es geht los mit ein paar geheimnisvollen Asiaten. Es folgt ein Ehrenmord an einer jungen Türkin mitten in Hamburg. Irgendwann verschwindet ein Fußball-Profi spurlos, der sich dann auch noch als schwul herausstellt. Auf Campingplätzen treibt es ein Unhold so wüst, bis es Tote gibt. Und mittendrin klärt eine reichlich naiv wirkende Kriminalkommissarin aus Oldenburg namens…

Die Brötchenholer

Es geht ja schon mit den Schildern los, die wir am Rücken befestigen müssen. „STAFFEL“ steht da in aufdringlichen Großbuchstaben, damit jeder echter Marathoni weiß: Das sind nur die Luschen, die Weicheier, die sich die 42,195 Kilometer aufteilen. „WARMDUSCHER“ hatte ich am Vorabend bei unserer Lüneburger Pasta-Party als Alternativ-Brandmarkung vorgeschlagen, „BRÖTCHENHOLER“ entgegnete ein Witzbold. Als…

Ein Zehner mit langem Auslaufen

Wenn ich König von Deutschland wär… Als allererste Maßnahme würde ich Oktoberfeste nördlich des Mains verbieten. Was sich da am Wochenende in Hamburg-Wandsbek abspielt, erinnert mich eher an einen riesengroßen Junggesellinnenabschied. Kichernde Hamburger Deerns, die sich in Möchtegern-Trachten zwängen und mit Flachmännern in Laune saufen, beherrschen die Szene auf dem U-Bahnhof Wandsbek Markt. Ich lasse…

Der große Sprung

Während ich diese Zeilen schreibe, denke ich an die City-Nacht in Berlin. Eigentlich wollte ich dort meine 10-km-Bestzeit verbessern, ach was, pulverisieren. Es ist wieder einmal etwas dazwischengekommen. Also kann ich weiter nur träumen wie so viele Läufer: vom großen Sprung, vom Verbessern der Zeiten in ganz andere Sphären. Aber ist das so gesund?

Die Gesichter der Helden

Bei aller Begeisterung über den Hamburg-Marathon – wie kommen die Veranstalter bloß auf die gigantische Zahl von 750.000 Zuschauern? Allmählich ahne ich es. Ich stieg beim Hauptbahnhof aus, guckte da ein bisschen zu. Über den Jungfernstieg marschierte ich dann Richtung Zielraum. Ich tat einfach das, was viele Freunde, Angehörige oder Einwohner tun, nämlich den Standort…

Vom Moppelchen zum Marathoni

Gute Vorsätze fassen viele Menschen. Doch nur wenige setzen sie so konsequent um wie Alexander Temmen. Am Neujahrstag 2012 beschloss der Bardowicker, etwas gegen seine überflüssigen Pfunde zu tun, aß nichts und ging stattdessen laufen. „Einen Kilometer habe ich mit großer Mühe geschafft“, erinnert sich Temmen. Inzwischen bringt er nicht mehr 110 Kilogramm, sondern nur…

Das wichtigste Rennen hat sie schon gewonnen

Vor zwei Jahren stand Martina Spiller in Hamburg an der Straße und feuerte die Marathonis an. Dass sie selbst die 42,195 Kilometer in Angriff nehmen würde, war damals absolut nicht abzusehen. Erstens leidet sie an Multipler Sklerose. „Und außerdem wog ich damals noch rund 50 Kilo mehr als heute“, erzählt die Jesteburgerin lachend. Sie ergriff…